• English
  • |
  • ONLINESHOP
  • |
  • VERANSTALTUNGSKALENDER
  • |
  • PRESSE
  • |
  • UNINEWS
  • |
  • BIBLIOTHEK
  • |
  • ÖH
  • |
  • LOGIN
  • |
  • |

Top Image
Ausstellung
Schach und Religion
Ausstellung der Spielforschung
14.01.2020-21.02.2020
Clubraum | Katholische Hochschulgemeinde | Wiener-Philharmoniker-Gasse 2 | 5020 Salzburg
Eine Veranstaltung von: Archiv Spielforschung und Playing Arts
Konzeption und Organisation: Rainer Buland, Leiter Spielforschung und Playing Arts

Ausstellungseröffnung: 14.01.2020, 18.00 Uhr
Finissage: 21.02.2020, 18.00 Uhr

Kooperationspartner: Universitätspfarre und Katholische Hochschulgemeinde, Schach- und Kulturstiftung in Grafing bei München, Schachlandesverband Salzburg
Salzburg gehört nicht zu den Hochburgen der Schachgeschichte, aber das Spiel hat eine lange Tradition als Teil der bürgerlichen Unterhaltungskultur. Wie für gebildete Menschen selbstverständlich, spielten auch die Mozarts Schach. Bereits 1868 wird ein Schachclub im Café Baldauf erwähnt. 1910 wird in Salzburg ganz offiziell eine Schachgesellschaft gegründet. Umso verwunderlicher ist es, dass es in der Mozartstadt bis dato noch keine Schachausstellung gegeben hat.

Mozarteum-Professor Rainer Buland hat eine Ausstellung mit dem Titel „Schach und Religion“ konzipiert, die sich nicht auf die Spielfiguren und die Schachspieler konzentriert, sondern auf religiöse Aspekte/Zusammenhänge und seltene Bilder (Kupferstiche und Ölbilder), die zeigen, wie Schach gespielt wird. Sie stammen aus dem Archiv für Spielforschung und Playing Arts der Universität Mozarteum Salzburg, das über die weltweit konsistenteste und umfangreichste Sammlung an Grafiken zur Spielkultur zwischen 1500 und 1900 verfügt.

Das Thema „Schach und Religion“ reicht von religiösen Figuren im Spiel (engl. bishop für den Läufer) über die Spieler selbst (Bilder von Schach spielenden religiösen Würdenträgern), religiöse und moralische Debatten über das Spiel bis hin zur metaphorischen und mythologischen Ebene, darunter das Bild eines jungen Mannes, der mit dem Satan um seine Seele spielt. Die Spielfiguren sind die Laster (auf Seiten Satans) und die Tugenden (auf Seite des Menschen).

Ein Schwerpunkt der Ausstellung ist der 1622 heiliggesprochenen Kirchenlehrerin Teresa von Avila (1515–1582) gewidmet, die in Spanien offiziell vom Erzbischof von Madrid zur „Patronin des Schachspiels“ ernannt wurde. Die Karmelitin verwendete das Spiel in ihren Schriften wiederholt als Metapher. In einer „Fake“-Collage (Kombination zweier Kupferstiche aus dem 18. Jahrhundert) zeigt die Ausstellung Teresa von Avila, wie sie von den Engeln ein Schachspiel erhält.
Eintritt frei!